FOTO EINES GRAFFITO
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Bilder sagen nicht mehr als 1000 Worte

Mit den kleinen digitalen Kameras ist die Zahl der FotografInnen drastisch gestiegen. Jeden Tag entstehen auf der ganzen Welt Milliarden von Fotos, die gezeigt, archiviert oder gedruckt werden. Wenn du ein x-beliebiges Foto anschaust, stellt sich schlicht die Frage, was du beim Betrachten des Bildes fühlst und denkst. Und wenn weder begleitender Text vorhanden ist noch die FotografIn neben dir steht, wird sich deine Wahrnehmung aller Voraussicht nach von der aller anderen Menschen unterscheiden und möglicherweise meilenweit von dem entfernt sein, was die FotografIn als Bildaussage beabsichtigt.

Natürlich ist das eigentlich nicht weiter schlimm. Und doch möchte jemand, der bisweilen mit einiger Mühe ein Foto aufgenommen hat, mit dem Bild eine Meinung äußern. Misslich also, wenn viele Leute in dem Foto ganz andere Dinge entdecken. Und genau dafür gibt es eben den Text! Mit einigen Worten kann die FotografIn erklären, worum es geht, was bestimmte Dinge auf dem Bild bedeuten, wo und warum es aufgenommen wurde. Ich ordne Fotos, die andere gemacht haben, in meinen eigenen Horizont ein, finde sie schön oder überflüssig, spannend oder langweilig, dramatisch oder oberflächlich, genial oder abstoßend etc. Bisweilen wären Fotos mit ein paar Worten in meinen Augen nicht unbedingt schöner, aber vielleicht nicht mehr überflüssig.

Oft müssen es nicht 1.000 Worte sein. Das eine oder andere kann meiner Ansicht nach aber nicht schaden. So wie Produkte in einem Artikel-Katalog abgebildet und dazu mit Worten erklärt und umschrieben werden, sollten Fotos häufiger ein paar Gefühle der Fotografin erhalten, damit sie nicht in einer Interpretation der Beliebigkeit versinken.

Fotos können zentrale Ideen in einem Layout unterstützen, sie können mithelfen, Dinge und Zusammenhänge zu veranschaulichen, sie können die BetrachterIn durch ihre Schönheit, Farbigkeit etc. in ein Layout und zu einem Text locken. Aber Achtung: Menschen sind bekanntlich verschieden. Was für den einen angenehm ist, kann für die andere widerlich sein. Eine Wanderung auf einem sehr schmalen Grat sozusagen. Die Herausforderungen entstehen im Alltag also immer wieder neu. Sonst wäre das Leben ja längst langweilig.

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Fernando Pessoa

Eine kurze Vorstellung des so scharfsinnigen Schriftstellers aus Portugal

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