FOTO VON ÉVORA (PORTUGAL)
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Évora: Mitten im Alentejo

Diese kuschelige Universitätsstadt im Alentejo liegt 120 Kilometer von Lisboa entfernt und ist für einen Tagesausflug zu empfehlen. Mit dem Bus ist man in circa 90 Minuten dort. Im Sommer kann es richtig heiß werden, aber in den Monaten vor Juli und nach August ist das Leben dort angenehm ruhig und entspannt. Allein die Stimmung auf dem Hauptplatz mit seinen wunderschönen Häusern, Lokalitäten und dem bunten Treiben ist faszinierend. Ja, die weiß gekalten Fassaden, die kleinen Balkone und die gelben Verzierungen bringen den Charme der vielen Gassen gut zur Geltung. Da ich gerne fotografiere, schlendere ich kreuz und quer durch die Straßen und sauge die vielen Details auf, die sich hier in Hülle und Fülle bieten: von herrschaftlichen Türen über schicke Straßenlaternen bis hin zu liebevoll dekorierten Wänden.

Dazu säumen unzählige Läden die Gassen. Und darunter befinden sich viele Cafés und Restaurants. Wer also ausruhen möchte, findet leicht den passenden Ort. Und das zu moderaten Preisen. Mir hat die Stimmung am Rathaus gut gefallen, wo die Cafés von überwiegend jungen Leuten besucht waren. Auch der kleine Park mit seiner schönen Statue weiter oben ist gemütlich, um einige Zeit zu verweilen. Einen kleinen Kiosk mit Café und Kuchen gibt es auch. Für das leibliche Wohl ist damit gesorgt.

Von einigen Standorten schweift der Blick in die Ferne und vermittelt einen Eindruck von der Weite des Alentejo. Die ganze Ebene überblickend ist die Mischung aus landwirtschaftlich genutzen Feldern, Straßen und kleineren Orten gut zu erkennen. Ich erinnere mich sofort an eine Autofahrt vom Algarve über Mértola und Serpa nach Portalegre. Auch da begeisterte mich die Weite, die endlos durchs Land laufenden Straßen, die an einigen Stellen zu von Bäumen gesäumten Alleen werden. Ich erinnere mich gut, dass ich einige Male anhalten musste, um den Blick in Ruhe zu genießen und um ein paar Fotos zu machen.

Zum Glück ist in Évora nicht alles verriegelt: Man darf den einen oder anderen Innenhof betreten. Und weil ich mich schon in luftiger Höhe befinde, blicken meine Augen weit in die alentejanische Landschaft. Aber auch die Innenhöfe selbst sind oft interessante Orte. Gerade wenn dort Cafés untergebracht sind oder MalerInnen vor ihrer Staffelei sitzen, um die aktuelle Szenerie abzubilden, wird mir bewusst, wie farbenfroh und wie liebevoll gestaltet diese Höfe sind. Die Innenstadt ist ja von einer Mauer umgeben. Die Wege sind kurz, und so ist auch die Universität nicht weit weg. Selbst ein altes Aquädukt ist in Évora zu finden. Und wenn der Himmel knallblau ist, die Sonne scheint, die Farben leuchten und die Menschen lächeln, dann spürst du, wie wohl du dich in dieser friedlichen Atmosphäre fühlst.

F P

Fernando Pessoa

Eine kurze Vorstellung des so scharfsinnigen Schriftstellers aus Portugal

L

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